Fliesenlexikon

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Abdichtung
Abdichtungen dienen dazu, bauliche Einrichtungen vor Feuchtigkeit zu schützen. In Nassbereichen ist eine Abdichtung unter dem Belag zwingend erforderlich. Um Abläufe und Anschlüsse herum lassen sich sogenannte Abdichtmanschetten einsetzen. 

 

Abrieb
Ein wichtiger Aspekt beim Fliesenkauf sind die Abriebklassen bzw. -gruppen, auch Beanspruchungsgruppen genannt. Fliesen der Abriebgruppe 1 und 2 werden im Wandbereich verwendet, Fliesen der Abriebgruppen 3-5 im Bodenbereich.

 

Buttering-Verfahren
Beim Buttering-Verfahren wird der Dünnbettmörtel auf die Rückseite der zu verlegenden Fliesen aufgetragen.

 

Buttering-Floating Verfahren
Die Buttering-Floating-Methode kombiniert die Arbeitsprozesse des Floating- und des Buttering Verfahrens. Der Dünnbettmörtel wird sowohl auf den Untergrund als auch auf die Rückseite der Fliesen oder Platten aufgebracht.
 

Charge und Kaliber
Das Werkmaß (die Größe) einer Fliese nennt man Kaliber. Eine Charge bezeichnet Fliesen aus demselben Produktionszyklus. Fliesen aus der derselben Charge sind in Farbe und Kaliber gleich. Da Fliesen Naturprodukte sind, können Farbunterschiede und Kaliberschwankungen bei Fliesen aus verschiedenen Chargen vorkommen. Diese werden durch minimale Schwankungen der Rohstoffzusammensetzung hervorgerufen. Beim Brennvorgang durchlaufen die Fliesen außerdem aufgrund der hohen Temperaturen einen natürlichen Schrumpfungsprozess. Dadurch kann es bei jeder Produktion zu unterschiedlichen Kalibern/Größen der Fliesen kommen. Abweichungen von den auf den Kartons bzw. im Webshop angegeben Nennmaßen zu den Herstellungsmaßen sind daher produktionsbedingt möglich. Im Gegensatz dazu wird bei sog. rektifizierten Fliesen deren Maß genau angegeben.

Hinweis: Fliesen die auf einer Fläche beziehungsweise in einem Raum verlegt werden sollten aus einer Charge stammen.

 

Entkopplungsmatte
Fliesen liegen meist auf einem Estrich, häufig ist das ein Zementestrich, mit dem sie fest verklebt sind. Das ist allerdings nicht bei jedem Untergrund ratsam: Immer wenn der Unterboden Spannungen aufweist, sich verschieben kann, schwingt oder sonstige Bewegungen aufweist, sollten Oberbelag und Untergrund entkoppelt werden. Dabei haben Untergrund und Oberbelag keine feste Verbindung miteinander, sondern sind durch ein Entkopplungselement voneinander getrennt. Häufig wird dazu eine Entkopplungsmatte eingesetzt. Entkopplungssysteme werden zwischen Oberbelag und Lastverteilungsschicht angeordnet.

 

Feinsteinzeug
Obwohl Feinsteinzeugfliesen bei der gleichen Brenntemperatur wie Steinzeugfliesen gebrannt werden, weisen sie die geringste Wasseraufnahmebereitschaft auf (weniger als 0,5 %). Die geringe Wasseraufnahme ist auf eine besonders feine Rohstoffaufbereitung zurückzuführen. Feinsteinzeug wird während der Herstellung außerdem mit einem Druck von mehr als 500 kg pro cm² mechanisch gepresst. Das Material ist sehr kompakt und weist eine geringe Porosität auf. Feinsteinzeugfliesen verfügen über einen so hohen Verschleißwiderstand, dass sie sich für anspruchsvolle gewerbliche und industrielle Böden eignen.

 

Floating-Verfahren 
Beim Floating-Verfahren wird der Dünnbettmörtel auf den Untergrund aufgetragen.

 

Fugenkreuze
Fugenkreuze erleichtern die Verlegung, gewährleisten die Einhaltung des Fugenabstands und sichern die Fliesen vor dem Verschieben. Das Ergebnis: Ein einheitliches Verlegebild.

 

Imprägnierung 
Imprägnierung bedeutet, dass ein Mittel in die Kapillare einzieht und verhindert, dass ungewünschte Stoffe eindringen.

 

Lappato
Lappato bedeutet, dass Fliesen wenige Zehntelmillimeter anpoliert werden. Dabei wird nicht die gesamte Oberfläche erfasst, sondern nur manche Bereiche. Deshalb ist der schöne Übergang von glänzenden zu matten Bereichen charakteristisch für Lappato Fliesen.

 

Nennmaß
Fliesenformate werden im Nennmaß angegeben. Dieses beschreibt die Fliesengröße in Zentimeter, unter der die Fliesen verkauft werden. Da es in der industriellen Fertigung von Fliesen zu Größenschwankungen kommt, wird zusätzlich zum Nennmaß eine Kaliberangabe gemacht. Die Kaliberangabe gibt an, wie stark die Abweichung der vorliegenden Produktionscharge vom Nennmaß ausfällt.

 

Nivelliersystem 
Mit dem Fliesen Nivelliersystem gelingt das planebene Verlegen aller Fliesenformate. Sogar XXL-Fliesen lassen sich damit exakt verlegen, ohne dass lästige Überzähne entstehen.

 

Silikon
Silikondichtmasse eignet sich zum Verfugen von Eck-, Anschluss- und Bewegungsfugen. Silikon ist ein praktischer Dichtstoff, der lange Zeit elastisch bleibt. Für Bewegungsfugen ist es daher optimal. Anders als Acryl ist Silikon wasserabweisend und wird deshalb auch in Sanitärbereichen verwendet. Für diesen Einsatzbereich sollte ein Sanitärsilikon verwendet werden, das pilzhemmende Eigenschaften hat.

 

Spachtelmassen 
Spachtelmassen haben viele Einsatzbereiche. Dazu gehören zum Beispiel das Ausgleichen des Untergrundes in Bezug auf die Ebenheit, das Glätten des Untergrundes für kleinformatige Mosaike sowie die Untergrundvorbereitung für die Verlegung von Großformaten

 

Steingut
Steingut ist grobporig und weist eine hohe Wasseraufnahmebereitschaft auf. Diese ist auf die niedrigen Brenntemperaturen von 900°C-1100°C zurückzuführen. Deshalb ist Steingut nicht frostsicher und nur für die Verlegung in Innenbereichen geeignet. Steingutfliesen sind außerdem relativ weich und werden vorzugsweise als Wandfliesen im Privatbereich verwendet.

 

Steinzeug
Fliesen aus Steinzeug sind feinporiger als Fliesen aus Steingut, weil sie bei einer Temperatur von 1200°C-1300°C gebrannt werden. Sie sind widerstandfähiger und werden auch im Außenbereich verlegt. Steinzeugfliesen sind sowohl glasiert als auch unglasiert erhältlich.

 

Rektifizierung
Bei diesem Verfahren werden die Fliesen nach dem Brennvorgang maschinell auf eine einheitliche Größe mit exakten 90° Kanten bearbeitet. Hierdurch ist jede Fliese genau gleich groß. Die exakten Kanten ermöglichen dem Fliesenleger das Verlegen einer minimalen Fuge von 1,5 Millimeter bis 2 Millimeter Breite. Nicht nur minimiert das den Reinigungsaufwand von Wand und Boden, sondern erzeugt einen harmonischen, fast nahtlosen Gesamteindruck. 


Rutschfestigkeit
Unter Rutschhemmung werden Eigenschaften einer Fliese in Bezug auf gleitfördernde Stoffe in die Bewertungsgruppen R9-R13 zusammengefasst. Diese Bewertungsgruppen dienen als Maßstab für den Grad der Trittsicherheit, denn besonders für gewerbliche Bereiche gilt es, Sturzunfälle des Personals oder der Kunden zu vermeiden. Auch im privaten Gebrauch, zum Beispiel im barrierefreien Bad oder im Außenbereich, ist eine Rutschhemmung sinnvoll. Für den Einsatz in Privatbereichen gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Dort können auch Fliesen mit Rutschfestigkeitsklasse R9 im Bad verlegt werden. Generell gilt jedoch, je höher die R-Klasse, desto mehr Sicherheit bieten die Fliesen. R9 ist der geringste und R13 der höchste Hafttreibwert.

Wandfliesen
Wandfliesen eignen sich nicht für die Verlegung als Bodenbelag. Wandfliesen verfügen über eine geringere Stärke und sind häufig aus Steingut. Für die Belastungen, denen ein Bodenbelag ausgesetzt ist, sind sie nicht geeignet.

 

2. Sorte
Fliesen der 2. Wahl können leichte Oberflächenfehler aufweisen, wodurch die strenge DIN EN 1411 nicht mehr erfüllt wird, die aber den Gesamteindruck nicht stören. An die DIN EN 14411 schließen sich Produkt- und Prüfnormen an, die die Anforderungen an Ebenflächigkeit, Länge, Geradheit der Kanten etc. beschreiben.